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Eine Reise durch Schottland

"Schotten sind geizig. Die Männer tragen karierte Röcke mit nichts (?) darunter und werfen mit Baumstämmen um sich. Sie leben auf halbverfallenen Burgen, essen Hafergrütze und Schafsinnereien, neuerdings auch frittierte Schokoriegel, trinken stetig Whisky und entlocken klumpigen Säcken ohrenbetäubende Laute. Sie züchten Schafe im Übermaß, ihre Rinder sind so rothaarig wie verfilzt und zottelig. Es regnet unablässig, es ist kalt, und um den Fremdenverkehr anzukurbeln, verstecken die Schotten Urzeitviecher in den Seen, die sie als Loch bezeichnen."

 

All das haben wir in unserem Reiseführer vor Beginn der Reise gelesen und wollten nun selbst erleben, was davon der Wahrheit entspricht.

 

Und in Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands, haben wir sie an allen Ecken dudelnd angetroffen - die Männer mit den karierten Röcken. Laut unserem Reiseführer hatten Sie früher wirklich nichts darunter – überzeugen konnten wir uns nicht. Die Karos der Kilts, so nennt man das schottische Kleidungsstück, sind berühmt und den Clans zugeordnet. Und der Dudelsack hat in Schottland besondere Tradition: die Great Highland Bagpipes gelten als schottisches Nationalinstrument und haben sich durch die Militärmusik Großbritanniens weltweit ihren Platz erobert – für unsere Ohren allerdings nicht lange zu ertragen.

 

Die Stadt Edinburgh wird geprägt und überragt von der auf dem Castle Rock liegenden Burg und wie es Burgen so an sich haben, wurde auch sie mehrfach belagert, zerstört und wiederaufgebaut. Sehenswert ist nicht nur der Ausblick auf die Stadt, sondern auch die als Honours of Scotland bekannten Kronjuwelen Schottlands, bestehend aus Krone, Zepter und Schwert. Als wir die Burg besichtigten, begannen gerade die Aufbauarbeiten des jährlich stattfindenden Military Tattoo, das größte Musikfestival Schottlands. Die wirklich sehenswerte mittelalterliche Altstadt Edinburgh’s erstreckt sich im Osten bis zum Holyrood Palace, der schottischen Residenz der Königsfamilie. Wir hatten Glück und Pech, Pech insofern, dass die Queen gerade da war und somit das Schloss für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war.

Glück aber, weil sie zur Gartenparty eingeladen hatte – uns leider nicht, aber überall traf man auf gut behütete Damen in schicken Cocktailkleidern und Männer entweder in Kilt oder Frack – ein Hauch von Royality am Schlosszaun.

 

Unsere Reise führte uns über die Forth Road Bridge nach St. Andrews, ein schönes, kleines Städtchen an der Nordsee mit der ältesten Universität Schottlands, an der sich Prince William und Kate kennengelernt haben. St. Andrews wird auch als die Wiege des Golfsports bezeichnet und etwas außerhalb der Stadt sind die Ruinen der Kathedrale ein weiterer Anziehungspunkt.

 

Bei typischem Nieselregen besuchen wir das märchenhafte Crathes Castle mit seiner schönen Gartenanlage und machen einen Fotostopp bei dem Dunnottar Castle. Die Gebäude stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Während der englischen Bürgerkriege wurden die schottischen Kronjuwelen dort vor den einfallenden Truppen Oliver Cromwells versteckt.

 

Der Regen begleitet uns auch am nächsten Tag, aber was wäre Schottland ohne Nebel, Kälte und Regen! Umso wohliger wird es uns bei der Besichtigung der Destillerien von Speyside und dem anschließenden Whisky-Tasting.

 

Und da Reisen bildet, möchte ich kurz zusammenfassen, was wir über den schottischen Whisky alles erfahren durften. Die Eichenfässer kommen meistens aus den USA. In ihnen wurde Bourbon gelagert, der nur einmal in einem neuen Fass gelagert wird. Zu 80 % werden Bourbonfässer und 20 % Sherryfässer für die Lagerung des schottischen Whisky’s verwendet. In Dufftown besuchen wir die Brennerei Glenfiddish und lernen, dass „single malt“, Whiskys bezeichnet, die aus einer einzigen Brennerei stammen (also kein Verschnitt) und nur gemälzte Gerste (Malz) verwenden. Durch eine lange Lagerzeit wird der Whisky nicht nur besser sondern es verdunstet auch Alkohol, was man „Angels Share“ nennt (Anteil der Engel), die Eintrittskarte der Schotten in den Himmel.

Und ab sofort machen wir jeden Abend nach dem Essen unser privates Whisky-

Tasting in gemütlicher Runde. Denn wir haben unterwegs einen passenden Spruch

entdeckt.

 

Übrigens das Wort Whisky leitete sich aus dem schottisch-gällischen Wort uschkeba

ab, was so viel heißt wie „Wasser des Lebens“.

 

Das berühmte Schlachtfeld Culloden, auf dem 1746 die letzte Schlacht auf englischem Boden stattfand, darf natürlich nicht fehlen. Hier endete der Traum der Highlander, den schottischen

 

Bonnie Prince Charly auf den englischen Thron zu setzen und Schottland wurde Untertan der britischen Krone, was heute noch zu hitzigen Debatten führt.

 

Ganz gespannt sind wir auf unserer Weiterfahrt zum Loch Ness, ob wir der Nessie begegnen. Bei einem Fotostopp an der Schloßruine Urquhart suchen wir das Ufer nach dem Seeungeheuer ab – keine Chance, Nessie war wohl auf Urlaub.

 

In Portree, der Hauptstadt der Isle of Syke, leben gerade mal 2.100 Einwohner, auf der ganzen Insel ca. 10.000 Schotten. Die kleine Insel besticht durch eine bezaubernde, Landschaft, schroffe Gebirgsketten, sanfte, grüne Hügel, Seen, Flüsse, Strände und Meer – eine Wohltat für das Auge, egal wo man hinschaut.

 

Zwischen Fort William und Mallaig an der Strecke der West Highland Line blicken wir auf das durch unzählige Filme berühmtgewordene Glenfinnan-Eisenbahnviadukt. Es

war Schauplatz der Harry-Potter-Verfilmungen Harry Potter und die Kammer des Schreckens, der Gefangene von Askaban und Harry Potter und der Feuerkelch, in denen jeweils der Hogwart-Express das Viadukt passiert.

 

Auf dem Weg nach Glasgow fahren wir durch das Tal von Glen Coe, das auch das „Tal der Tränen“ genannt wird, da der ganze Clan McDonald von den Campbells dort getötet wurde – eine komplizierte Geschichte, die auf unglückliche Umstände basierte. Auf dem Loch Lommond, dem größten See Schottlands, machen wir noch eine kleine Schiffstour und erreichen Glasgow, der größten Stadt Schottlands, am Nachmittag. Die Innenstadt ist geprägt aus moderner und historischer Architektur, auffällig der rote Sandstein vieler Gebäude, der der Stadt eine gewisse

Wärme auch bei trübem Wetter verleiht. Auf der Spitze des Gilmore Hill befindet sich das imposante Gebäude der University of Glasgow und ein richtiges interaktives Museum ist das Kelvingrove Museum, das eine Verbindung von Gemälden, moderner Kunst und naturhistorischen Exponaten beheimatet. In dem geschichtsträchtigen Hotel Grand Central aus dem Jahre 1883, in dem bereits Stars wie Frank Sinatra und Charlie Chaplin übernachteten, verbringen wir unsere vorletzte Nacht in Schottland.

 

Edinburgh verabschiedet uns am nächsten Tag mit herrlich warmen Sommerwetter und wir haben in der einen Woche durch unsere Fahrt durch die Highlands von Schottland einen bleibenden Eindruck von der landschaftlichen Vielfalt und Schönheit, der langen Geschichte, der Besonderheit der schottischen Küche wie Black Pudding und Haggis erhalten.

 

Und über was wir uns während der ganzen Woche immer köstlich amüsiert haben, waren die Toiletten – egal ob mitten im Wald, in Restaurants oder in den Destillerien – sie waren

piccobello sauber und oft das eine oder andere Foto wert.

 

Mit einem schottischen Ausspruch beende ich meinen

Reisebericht: hay, good scottish weather, the rain comes

slightly from the side. (ist doch gutes schottisches Wetter, der

Regen fällt fast senkrecht, er kommt nur leicht von der Seite)

 

Gabriele Wiegand

 

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